Was ist ein Musikredakteur?

Was ist ein Musikredakteur?

So wirst Du Musikredakteur: Informiere Dich über die Ausbildung, den Berufseinstieg und mögliche Arbeitsorte. Erfahre mehr über Branchen und Gehalt. So gelingt Deine Karriere als Musikredakteur.

Was ist ein Musikredakteur? Ein Kurzprofil

Als Musikredakteur arbeitest Du als Kulturjournalist, der sich auf das Thema Musik spezialisiert hat. Du übernimmst ähnliche Aufgaben wie der normale Redakteur, nur dass Du sich dabei vertieft mit Popkultur, Konzerten oder Musikkritiken auseinandersetzt. Der Musikredakteur ist also Experte für Musikkultur.

Welche Aufgaben habe ich als Musikredakteur?

Welche Aufgaben auf Dich als Musikredakteur zukommen können, zeigen Dir die nächsten Abschnitte. Es berichtet auch ein Musikredakteur aus seinem beruflichen Alltag, sodass Du einen konkreten Einblick erhältst.

Aufgaben und Tätigkeiten

  • Rezensionen und Kritiken: Ein Großteil der Arbeit ist das Bewerten von neu erscheinenden Musikalben – die sogenannte Bemusterung. Der Musikredakteur bekommt hier häufig exklusiven Zugang und erhält vorab die Möglichkeit, über die neuesten Tonträger zu berichten.
  • Programmgestaltung: Bei Radiosendern sorgt der Musikredakteur dafür, dass sich der aktuelle Musikgeschmack zielgruppengerecht im Programm widerspiegelt. Die Radiomusik wird selten vom Moderator selbst ausgewählt, sondern ist ausführlich durch die Musikredaktion geplant. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt: Lieder müssen zum Tagesgeschehen und zur Tageszeit passen. Außerdem muss der Ablauf der Stücke harmonisch sein, darf aber nicht zu eintönig klingen.
  • Reportagen: Ein Musikjournalist berichtet von Konzerten und informiert über die Neuigkeiten der Musikbranche und deren Stars. Er hat fundierte Kenntnisse der Musikindustrie und der Musiker-Szene. Damit kann er kulturjournalistisch versierte Infos anbieten und für Leser und User zu einem geschätzten Experten werden.

Mit welchen Aufgaben und Tätigkeiten beschäftige ich mich?

Deine konkreten Aufgaben als Musikredakteur im Arbeitsalltag sind häufig das Schreiben von Artikeln, Rezensionen und Reportagen. Dazu kommen aber noch viele andere Aufgaben:

Aufgaben des Musikredakteurs

 

Wie sieht mein Arbeitsalltag als Musikredakteur aus?

Der Arbeitsalltag des Musikredakteurs hängt ganz von seinem Einsatzbereich ab. Der Musikjournalist Ruben Jonas Schnell gründete das Internet-Radio ByteFM. Dort ist er nicht nur journalistisch tätig, sondern auch der Geschäftsführer:

Ich bespreche mit den Moderatoren gemeinsam bestimmte Themenschwerpunkte für die Sendungen. Ich bin derjenige, der sich mit der Medienstiftung beschäftigt und versucht Fördergelder zu bekommen. Zudem moderiere ich auch selbst. Im Grunde kümmere ich mich aber ständig darum, das Konzept zu verbessern. Dabei bin ich eigentlich Musikjournalist und dieses wirtschaftliche Denken ist für mich auch neu und eine spannende Herausforderung. uben Jonas Schnell, Musikjournalist (Quelle: info-parkour.de )

Inzwischen beschäftigt ByteFM über 80 Mitarbeiter und wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme Online Award.

Wo arbeite ich als Musikredakteur?

Arbeitsorte findest Du bei den unterschiedlichsten Medien. Magazine, Tageszeitungen, Webseiten oder Radiosender sind mögliche Arbeitgeber. Zu jedem umfassenden Medienangebot gehört auch die Sparte Musik. So hat nahezu jedes Magazin eine Rubrik, die die neuesten Platten vorstellt.

In welchen Branchen arbeite ich als Musikredakteur?

Im Allgemeinen arbeitest Du als Musikredakteur in der Medienbranche und der Publizistik. Mögliche Arbeitsorte sind:

  • Musikzeitschriften
  • Stadt- oder Lifestylemagazine
  • Kulturressorts von Zeitungen
  • Fernsehen
  • Radio
  • Internet

Welche Unternehmen suchen Musikredakteure?

  • Musikmagazine wie die IntroSpex oder Vision berichten über das aktuelle Geschehen und die neuesten Musikalben. Es gibt auch Magazine, die sich auf eine Musikrichtung spezialisieren, zum Beispiel derRolling Stone. Hier kannst Du als Musikredakteur oder Autor arbeiten.
  • Bei Radiosendern ist häufig eine eigene Musikredaktion angesiedelt, die das gesamte Musikprogramm plant und die passenden Stücke auswählt. Große Arbeitgeber sind die öffentlich-rechtlichen Sender wie 1Live oder der Privatrundfunk wie BigFM.
  • Zeitungen und Stadtmagazine berichten über Musik und Bands. Besonders Events und Konzerte sind für die Leser von Interesse, sodass Musikjournalisten hier Arbeitsplätze finden. Zum Beispiel beim Städtemagazin Prinz.
  • Im Fernsehen ist Musik ein wichtiges Thema. Entweder bei Vollprogramm-Sendern oder im Spartenfernsehen. Besonders zu nennen sind hier MTV Germany und Viva.

Welches Gehalt verdient ein Musikredakteur?

Als Musikredakteur kannst Du ein Gehalt von etwa 3.000 € brutto monatlich erwarten.

Das Einkommen richtet sich nach der Branche und Deinem Arbeitsbereich. Mit Personalverantwortung kannst Du einen deutlich höheren Verdienst bekommen. Auch der Standort Deines Arbeitgebers und die Größe Deines Unternehmens beeinflussen Dein Gehalt. Eine Musikredakteurin verdient durchschnittlich weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen.

Diese Tabelle der durchschnittlichen Bruttogehälter pro Monat kann Dir als Orientierung dienen:

 FrauenMännerDurchschnitt
Gehalt2.900 €3.350 €3.125 €
 

Wie werde ich Musikredakteur?

Für Musikredakteure ist der Weg über ein Studium mit anschließendem Volontariat üblich. Das Studium erfolgt häufig im geisteswissenschaftlichen Bereich oder an einer Journalistenschule. Das Volontariat machst Du als angehender Musikredakteur dann bei einem Magazin oder Radiosender. Spezielle Musikvolontariate sind selten und entsprechend begehrt.

Studium

Ein Studium ist für Musikredakteure der übliche Einstieg. Als mögliches Studienfach bietet sich die Musikwissenschaft oder ein anderes kulturwissenschaftliches Studium an. Mit einem Journalismusstudium spezialisierst Du Dich direkt für die Tätigkeit als Journalist.

An diesen Hochschulen kannst Du das Fach Musikjournalismus studieren:

  • Voraussetzung zum Studieren ist meist Abitur oder die Fachhochschulreife.
  • Die Inhalte sind je nach Schwerpunkt: Musik-, Medien- oder Musikwissenschaften sowie Journalistik
  • Das Studium schließt mit einer Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit ab. Der akademische Grad ist demnach Bachelor of Arts (B.A.), Master of Arts (M.A.) oder Diplom-Musikjournalist.
  • Ein akademischer Abschluss ist bei Arbeitgebern hoch angesehen. Für den Berufseinstieg verlangen sie aber häufig auch ein Volontariat oder Trainee-Programm.

Ausbildung

Das Volontariat gilt als praktische Ausbildung im journalistischen und redaktionellen Bereich. Es dauert zwischen 12 und 24 Monate und erfolgt direkt in einer Redaktion. Vereinzelt bieten Radiosender spezielle Musikvolontariate oder Trainee-Stellen an, zum Beispiel 1Live oder derDeutschlandfunk.

Das Musik-Volontariat:

  • Die Voraussetzungen für Volontariate sind nicht festgelegt. Meist verlangen Arbeitgeber jedoch Abitur und einen Hochschulabschluss.
  • Der Volontär lernt in dieser Ausbildung das Handwerkszeug des Journalisten und Redakteurs: Recherchieren, texten und redigieren. In einer Musikredaktion kann sich der Volontär auch schon tiefer mit „seinem“ Thema, der Musik, beschäftigen. Bei einem Volontariat ist es zudem üblich, verschiedene Abteilungen zu durchlaufen und an journalistischen Seminaren teilzunehmen.
  • Ein Volontariat schließt ohne Prüfung ab.
  • Volontariate sehen Arbeitgeber gerne, da der Volontär hier wertvolle Praxiserfahrung sammelt und eine fundierte journalistische Ausbildung bekommt.

Der Weg zum Traumberuf Musikredakteur kann auf verschiedene Weise gelingen. In einem Forum der Radioszene diskutieren Radiomacher über den besten Einstieg:

Die besten Chancen hat meines Erachtens jemand, der selbst Musik-Programm macht. Denn Musikredakteur ist so ein typischer Quereinstiegsberuf, bei dem es so sehr auf Feeling, Fingerspitzengefühl und eine sichere Nase ankommt. Die ganze Diskussion kannst Du hier nachlesen.

Die Begeisterung für Musik sollte Dich bei Deinem Wunsch, Musikredakteur zu werden, antreiben. Dann steht Dir auf dem Weg zur Traumkarriere im Musikjournalismus nichts mehr im Wege.